Brief aus Angeln - Pfingsten 2015

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Brief aus Angeln - Pfingsten 2015

Ungelesener Beitragvon Admin2025 » Fr 5. Jun 2015, 16:42

In der Kirchenkreispost 2 / 2015 - Juni des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg wurde über einen Brief aus Angeln berichtet:

"Brief an den Kirchenkreisrat
Zu Pfingsten 2015 haben Pastorinnen und Pastoren bzw. Kirchengemeinderäte aus 17 Kirchengemeinden in Angeln einen Brief an den Kirchenkreisrat verfasst, den Pastor Christoph Tischmeyer in Auszügen parallel zur Veröffentlichung in der Kirchenkreis-Post freigegeben hat. Der Kirchenkreisrat wird sich auf seiner nächsten Sitzung am 9.6.2015 mit dem Brief beschäftigen.

In diesem Brief stellen die Verfasserinnen und Verfasser die Grundsatzfrage, wie die Kirchengemeinden in Angeln in gemeindlichen Handlungsräumen künftig ihre Identität wahren können. Die Zahl von (+ -) 2500 Gemeindegliedern pro Pastor sei zu starr und den einzelnen Handlungsräumen nicht genügend angepasst. Grundsätzlich sehen die Verfasserinnen und Verfasser einen tiefgreifenden Wandel der "die flächendeckende Versorgung mit Gottesdiensten und kirchlichen Angeboten für fast jede Altersgruppe zunehmend fraglich macht." Sie fordern, dass Kirche gerade deshalb auch für Jüngere musikalisch und inhaltlich ansprechende Angebote entwickelt, damit so etwas wie Gemeinschaftserleben sich überhaupt noch in der Kirche ereignen kann. Dabei sei die Ortsgemeinde die Einheit, die die Wahrnehmung bestimmt. Sie zitieren eine EKD-Studie, nach der "die Ortspastorin das erste Gesicht der Kirche für die Menschen ist, sie ist potentielle Ansprechpartnerin und erreichbare Seelsorgerin."

Sie schreiben, dass die Strukturveränderungen eine theologisch und biblisch fundierte Auseinandersetzung forderten und eine Antwort auf die Frage, "welche Art von Kirche die Menschen brauchen und wie sie im Jahr 2025 aussehen soll. Wohin zieht uns Christus und die Gemeinschaft mit ihm? Was ist Ballast? Wo sind wir nur auf Besitzstandswahrung bedacht, auf den höheren Ebenen, aber auch in der Ortsgemeinde? Diese Fragen muss die Kirche insgesamt immer wieder für sich klären und für alle ihre Ebenen durchdeklinieren. Die Theologie sollte mit darüber bestimmen, wie das vorhandene Geld in unserer Kirche verteilt wird. Und wo unsere Entscheidungen bestimmt werden von der Angst um den Fortbestand der Kirche, braucht es dringend ein prophetisches Wort und die Erinnerung an die Verheißungen, die uns gegeben sind!"

Für die Verfasserinnen und Verfasser des Briefes ist der Eindruck entstanden, dass durch die Fusionsprozesse der Nordkirche und der Kirchenkreise zunehmend finanzielle Mittel in die Overhead-Bereiche gehen und sie bitten um Klärung, welche Anteile tatsächlich auf welcher kirchlichen Ebene ausgegeben werden. Auch erbitten sie Informationen, wie andere Kirchenkreise mit der Finanzsituation umgehen. Sie fordern, dass auf allen Ebenen gespart werden müsse und bitten, ebenfalls die in den vergangenen Jahren neu eingerichteten Stellen inkl. der beiden City-Pfarrstellen und der Jugendkirche auf den Prüfstand zu stellen. Auch möge die Verwaltung um 10% schrumpfen und Stellen in den Diensten und Werken reduziert werden. Schließlich hinterfragen die Verfasserinnen und Verfasser, ob bei weiter sinkender Pastorenzahl drei pröpstliche Stellen notwendig sind.

Abschließend schreiben sie: "Wir sperren uns nicht vor der Einsicht, dass es auch im Bereich Angeln nicht ohne Einsparungen bei den Pastorenstellen gehen wird und dass wir auf Kooperationen in größeren gemeindlichen Verbänden oder Handlungsräumen zugehen müssen. Eine 25%ige Kürzung der Stellen in der Propstei Angeln (von 27,5 auf 20 Stellen) wird jedoch aus unserer Sicht gewiss nicht möglich sein, zumal die Frage nach Vertretung in Engpässen völlig ungeklärt ist.""
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Re: Brief aus Angeln - Pfingsten 2015

Ungelesener Beitragvon Admin2025 » Di 15. Sep 2015, 15:25

Der Brief in ungekürzter Fassung:

BRIEF AN DEN KIRCHENKREISRAT UND DIE PRÖPSTE BEZÜGLICH DER STRUKTURBERATUNGEN

Pfingsten 2015

Sehr geehrte Frau Pröpstin Lenz-Aude, sehr geehrte Frau Pröpstin Rahlf,
sehr geehrter Herr Propst Jacobs!
Sehr geehrte Mitglieder des Kirchenkreisrates!

Die Kirchengemeinden der Propstei Angeln finden sich derzeit in einer Lage wieder, die sie vor erhebliche Herausforderungen stellt. Sie sollen einen Veränderungsprozess mitgestalten, weg von dem über Jahrhunderte tradierten Kirchenbild der Zuständigkeit von einem Pastor/einer Pastorin für den Bereich einer Kirchengemeinde (mit einem, zwei oder drei Kirchtürmen) hin zu sog. gemeindlichen Handlungsräumen (mit bis zu 10 Kirchtürmen). Wir sehen und schätzen wert, dass Sie, die pröpstlichen Personen und der Kirchenkreisrat, erhebliche Zeit und gedankliche Anstrengungen eingesetzt haben, um zu den Vorschlägen zu kommen, die uns jetzt vorliegen. Zugleich haben wir, die Unterzeichnenden, die beiden Veranstaltungen in Havetoft unter der Überschrift „Auskommen mit dem Einkommen“ am 26.1. und 20.4.2015 zum Teil als Ärgernis empfunden, aus verschiedenen Gründen:
- Der anstehende Veränderungsprozess trifft die engagierten Kirchenvertreter/innen in Angeln zum Teil hart. Für die Gemeinden stellt sich die Frage, wie sie künftig ihre Identität wahren können. Die Propstei Angeln soll mit 7,5 (von insg. 9,5) auf Gemeindeebene einzusparenden Pastorenstellen den Bärenanteil dieser erneuten Kürzungsrunde tragen – und dies wird allein mit den hier noch nicht erreichten Gemeindegliederzahlen pro PastorIn begründet. Dabei wird aus unserer Sicht die Struktur der hiesigen Kirchengemeinden und die Dichte von Kirchen und Friedhöfen in Angeln nicht genügend berücksichtigt. Die Zahl von (+ -) 2500 Gemeindegliedern pro Pastor erscheint uns zu starr und den einzelnen Handlungsräumen nicht genügend angepasst.
- Auf die zahlreichen Einsprüche und Fragen wurde nicht in angemessener Weise geantwortet. Vielmehr entstand bei vielen Teilnehmenden der Eindruck, nicht gehört und ernstgenommen zu werden.
- Auch deshalb reagieren viele von uns emotional, d.h. wir sind wütend, geschockt oder traurig. Statt diesen Gefühlen Raum zu geben und wenigstens Verständnis signalisiert zu bekommen, wurde gleich zu Beginn der Veranstaltung der Umbau der kirchlichen Landschaft als „Chance für die Kirche im ländlichen Raum“ geschildert. Die „Buntheit und Vielstimmigkeit der Kirche“ sei „in größeren Einheiten besser abbildbar“, jene größeren Einheiten böten „mehr Möglichkeiten, das Evangelium auszubreiten“ und hätten „eine überzeugendere Ausstrahlungskraft“, so Pröpstin Lenz-Aude wörtlich. Solchen Formulierungen fehlt zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Bodenhaftung, sie wirkten auf viele wie eine missglückte Werbebotschaft, die wiederum kaum eine/r von den Zuhörenden ernst nehmen konnte. So etwas trägt nicht dazu bei, dass die ehrenamtlichen Kirchengemeinderäte für die anstehenden Entscheidungen motiviert werden, geschweige denn für die Ihrerseits erhoffte „Stärkung des Ehrenamts“. Dagegen waren die sachlichen Ausführungen von Herrn Krause schlicht hilfreich.
Es ist ja möglich, dass der anstehende Umbauprozess in der Zukunft auch Chancen für die Kirche hervorbringt; im Augenblick aber ringen wir mit der Aussicht, dass Kirche in Angeln in der als selbstverständlich gelebten Weise so nicht mehr möglich sein wird, und dies allein aus finanziellem Druck – bei einer durchschnittlichen Kirchenmitgliedschaft in Angeln von derzeit immer noch 65% und sprudelnden Kirchensteuereinnahmen!

Im Folgenden formulieren wir vier grundsätzliche Beobachtungen (oder auch Thesen), einige offene Fragen, auf deren Beantwortung wir nach wie vor drängen, Vorschläge für weitere Einsparungen sowie unsere Bereitschaft zur Mitgestaltung.

Vier grundsätzliche Beobachtungen bzw. Thesen

1. Die evangelischen Kirchen in Deutschland (und offenbar auch der Schweiz) befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass wir durch die sich wandelnde Kultur (Stichworte: Digitale Revolution, „soziale“ Netzwerke, Spaß- und Eventkultur …), durch den demografischen Wandel sowie durch Kirchenaustritte ständig Mitglieder verlieren, auch im ländlichen Raum. Ein Traditionsabbruch ist zu verzeichnen, der die flächendeckende Versorgung mit Gottesdiensten und kirchlichen Angeboten für fast jede Altersgruppe zunehmend fraglich macht. Der hohe Aufwand (z.B. für die Durchführung eines Gottesdienstes) wird oft nicht durch die entsprechende Resonanz belohnt, die Jüngeren suchen nicht mehr im gleichen Maße wie die früheren Generationen Kontakt zur Kirche. Das entbindet uns nicht, sondern verpflichtet uns vielmehr zu der Aufgabe, gerade auch für Jüngere musikalisch und inhaltlich ansprechende Angebote zu entwickeln, damit so etwas wie Gemeinschaftserleben sich überhaupt noch in der Kirche ereignen kann. Zugleich zwingt uns die gesellschaftliche Entwicklung, traditionelle kirchliche Angebote zu konzentrieren und auszudünnen.

2. Unabhängig davon ist die Größe, die die öffentliche Wahrnehmung von Kirche hauptsächlich bestimmt, nach wie vor die Ortsgemeinde. Kirche, das sind zuallererst die getauften Menschen vor Ort, die sich zur Kirche halten, auch wenn sie sie oft kaum in Anspruch nehmen, die Monat für Monat durch ihre Kirchensteuer dazu beitragen, dass es uns in der gegenwärtigen Struktur als Kirche geben kann. Die jüngste EKD-Mitgliederstudie hat zum wiederholten Male bestätigt: Die Ortspastorin ist das erste Gesicht der Kirche für die Menschen, sie ist potentielle Ansprechpartnerin und erreichbare Seelsorgerin. Was auf anderen Ebenen der Kirche (Synoden, Pröpste, Bischöfe, auch Kirchengemeinderäte) getan und gesagt wird, ist in der öffentlichen Wahrnehmung nachgeordnet. Damit soll nicht einer „Pastorenkirche“ das Wort geredet werden. Aber es liegt der Schluss nahe: Wenn der Ortspastor nur noch „auf Durchreise“ ist, geht natürlich etwas von der Bindekraft der Kirche verloren, womit der Prozess der Entfremdung von Kirche beschleunigt wird.

3. Die damalige Nordelbische Kirche hat durch aufwändige Beratungsprozesse (durch McKinsey & Co.) für eine Stärkung der Leitungsebene und eine Fusion der Kirchenkreise gesorgt. Es wurde 2009 sogar eine zusätzliche Größe geschaffen, die Regionalzentren, in denen die Dienste und Werke sich jeweils im Kirchenkreis organisieren sollten. Zuletzt kam 2012 die Nordkirche zustande. Diese Prozesse wurden den Ortsgemeinden als weitgehend alternativlos dargestellt, Einsparungen wurden bei jeder Fusion (außer der zur Nordkirche) in Aussicht gestellt, jedoch offenbar nie erzielt. An der Basis ist vielmehr der Eindruck entstanden, dass immer mehr Kirchensteuermittel in die sog. Overhead-Bereiche gehen und in der Ortsgemeinde immer weniger Geld ankommt. Es bedarf dringend der Klärung, welche Anteile tatsächlich auf welcher kirchlichen Ebene ausgegeben werden. Wenn die Zahlen vorliegen, muss gefragt werden dürfen, ob die Verteilung stimmig ist – oder nur Ergebnis von in Jahrzehnten gewachsenen Begehrlichkeiten von oben nach unten. Wir sind nicht berufen, folgsame Schafe zu sein, die sich immer zufrieden geben mit dem, was für sie übrig bleibt. Es muss gerecht zugehen. Und was gerecht ist, kann vielleicht ein innerkirchlicher Diskurs ermitteln, an dem die verschiedenen Ebenen unserer Kirche beteiligt sind. Gespart werden muss jedenfalls auf allen Ebenen der Kirche.

4. Der kirchliche Auftrag, den Menschen die gute Botschaft Jesu weiterzusagen, die Bibel gemeinsam auszulegen, bei den Menschen zu sein, ihnen zuzuhören und sie, wo nötig, zu unterstützen, das Staunen über Gottes gute Schöpfung weiterzugeben, das Leben zu feiern und die Sakramente sorgfältig zu „verwalten“ - dieser Auftrag braucht eine klare und gute Struktur, die die kirchliche Arbeit ermöglicht. Kirche ist nicht Selbstzweck. Wir empfinden Unbehagen, wenn mehr und mehr die Wirtschaftssprache Einzug hält in die Reden unserer Leitenden (Zitat: „Wir brauchen effizientere Strukturen.“). Wir erwarten von Ihnen vielmehr, dass Sie mit uns zusammen theologisch und biblisch fundiert darüber nachdenken, welche Art von Kirche die Menschen brauchen und wie sie im Jahr 2025 aussehen soll. Wohin zieht uns Christus und die Gemeinschaft mit ihm? Was ist Ballast? Wo sind wir nur auf Besitzstandswahrung bedacht, auf den höheren Ebenen, aber auch in der Ortsgemeinde?
Diese Fragen muss die Kirche insgesamt immer wieder für sich klären und für alle ihre Ebenen durchdeklinieren. Die Theologie sollte mit darüber bestimmen, wie das vorhandene Geld in unserer Kirche verteilt wird. Und wo unsere Entscheidungen bestimmt werden von der Angst um den Fortbestand der Kirche, braucht es dringend ein prophetisches Wort und die Erinnerung an die Verheißungen, die uns gegeben sind!

Aus den obigen Beobachtungen bzw. Thesen und aus anderen Zusammenhängen ergeben sich folgende Fragen, die alle bereits gestellt wurden, aber bisher unbeantwortet blieben. Wir bitten eindringlich um Klärung und Einbeziehung dieser Fragen in Ihre weiteren Planungen:

1. Wie können wir im Kirchenkreis theologisch fundiert arbeiten im Sinne von These 4?
2. Nach welchem genauen Schlüssel werden die Kirchensteuermittel laut neuer Finanzsatzung verteilt? Wieviel von 100 Euro behält die Nordkirche ein (für Dezernate, Verwaltung, Diakonie, Dienste + Werke… / Ruhestandsbezüge der PastorInnen / EKD + VELKD …)? Wieviel von 100 Euro bekommen die Kirchenkreise (für die Pfarrerbesoldung, Verwaltung, wiederum Dienste + Werke, Erhaltung der Gebäude, Kita-Arbeit und andere Vorwegabzüge)? Und wieviel von 100 Euro bekommen die Kirchengemeinden (bei uns) für ihre Arbeit? Aus den Zahlen ergeben sich u.U. weitere Fragen, wie bereits oben in These 3 angedeutet.
3. Wie gehen andere Kirchenkreise mit der Finanzsituation um? Offenbar werden sehr unterschiedliche Prozentanteile an die Kirchengemeinden ausgeschüttet (vgl. versch. KK-Satzungen im Kirchlichen Amtsblatt).
4. Wir sollen allein in Angeln bis zu 7,5 Pfarrstellen einsparen: Was wäre dann mit Vertretungsdiensten, wenn es eng wird? (Krankheit, Ferien, Konfi-Camp, Weihnachten, Ostern, Vakanzen, Sabbaticals)
5. Wie ist es um die Stellenattraktivität für BewerberInnen bestellt, wenn ein Pastor für einen großen gemeindlichen Handlungsraum gesucht wird? Es wird künftig weniger Theologen geben, sie werden sich die Stelle tendenziell aussuchen können. Wenn eine Stelle vakant bleibt, ist die Gefahr eines Burnouts bei den Kolleg/inn/en nicht fern.
6. Von welcher Art Gremium soll ein neuer Pastor für einen gemeindlichen Handlungsraum gewählt werden, wenn die Kirchengemeinden in dem Handlungsraum nicht fusioniert haben, sondern nur kooperieren? (rechtliche Frage)


Weitere Einsparungsvorschläge

Selbst wenn es möglich sein sollte, im Kirchenkreis mittelfristig bis zu 9,5 Pastorenstellen einzusparen, wird dies nicht ausreichen, um das hohe jährliche Defizit auszugleichen. Die nächste Einsparrunde ist schon vorprogrammiert. Sie haben Vorschläge erbeten, wo weitere Kosten bzw. Stellen eingespart werden können.
Auf den Prüfstand müssen unseres Erachtens auch:
- die in den vergangenen Jahren neu eingerichteten Stellen:
2 City-Pfarrstellen und die Leitung des Regionalzentrums
- die Jugendkirche Flensburg
- der Bereich der Verwaltung sollte auch um 10% schrumpfen
- Stellen in den Diensten + Werken
- eine pröpstliche Stelle, wenn die Pastorenzahl weiter sinkt

Unsere Bereitschaft zur Beratung und Mitgestaltung eines Veränderungsprozesses

Wir sperren uns nicht vor der Einsicht, dass es auch im Bereich Angeln nicht ohne Einsparungen bei den Pastorenstellen gehen wird und dass wir auf Kooperationen in größeren gemeindlichen Verbänden oder Handlungsräumen zugehen müssen. Eine 25%ige Kürzung der Stellen in der Propstei Angeln (von 27,5 auf 20 Stellen) wird jedoch aus unserer Sicht gewiss nicht möglich sein, zumal die Frage nach Vertretung in Engpässen völlig ungeklärt ist.
Wir sind gegenwärtig dabei, die Weichenstellungen, die vom Kirchenkreisrat bzw. der KK-Synode eingeleitet worden sind, zu prüfen und in den Gemeinden und in den möglichen neuen Handlungsräumen zu beraten. Dabei werden derzeit auch noch andere Optionen geprüft als die, die Sie vorgeschlagen haben.

Zu Ihrem vorgegebenen Zeitplan

Bis zum 25. September sollen Beratungsergebnisse an Sie zurückgehen, am 7. November sollen die Vorschläge bereits in 1. Lesung in der KK-Synode beraten werden. Dieser Fahrplan ist unseres Erachtens zu eng und setzt uns unter einen Zugzwang, der angesichts der Reichweite der Entscheidungen nicht hinnehmbar ist. Bitte überdenken Sie den Zeitplan und lassen mehr Raum zur Verständigung über einen gangbaren gemeinsamen Weg!


Lassen wir uns zu Pfingsten alle gemeinsam das Wort sagen, das Paulus seinem Freund Timotheus zuspricht: „Ich möchte dich an etwas erinnern: Fach doch das Feuer der Gabe Gottes wieder an. Es brennt in dir, seit ich dir die Hände aufgelegt habe. Denn der Geist, den Gott uns geschenkt hat, lässt uns nicht verzagen. Vielmehr weckt er in uns Kraft, Liebe und Besonnenheit.“
(2.Tim 1,6-7 BasisBibel)

Wir vertrauen auf den kreativen und belebenden Geist unseres Gottes, dass er mit uns auf einen abenteuerlichen neuen Weg geht.

Mit freundlichen Grüßen

Gez.
Pastor Christoph Tischmeyer und der Kirchengemeinderat Thumby-Struxdorf
Der Kirchengemeinderat Brodersby-Kahleby-Moldenit mit Pastorin Dörte Boysen
Die Kirchengemeinderäte Tolk und Taarstedt mit Pastorin Gisela Arp-Kaschel
Der Kirchengemeinderat Nübel mit Pastor Lars Aue
Der Kirchengemeinderat Satrup mit Pastor Bernd Böttger
Der Kirchengemeinderat Grundhof mit Pastor Arne Gerundt
Der Kirchengemeinderat Quern-Neukirchen mit Pastor Philipp Reinfeld
Der Kirchengemeinderat Gelting mit Pastorin Janine Linde
Der Kirchengemeinderat Toestrup mit Pastorin Bettina Sender
Der Kirchengemeinderat Arnis-Rabenkirchen mit Pastorin Nadja Jöhnk
Pastor Hanno Jöhnk und Hans-Jürgen Klinzing, Vors. des KGRes Gundelsby-Maasholm
Pastor Jörg Arndt, Havetoft
Pastor Detlef Tauscher und Inge Carstens, Böklund und Uelsby
Pastor Thomas Rust, Glücksburg
Pastor Christoph Sassenhagen, Kappeln
Pastor Dr. Karsten Petersen, Kappeln
Pastorin Dr. Gönna Hartmann-Petersen, Kappeln
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