Bergenhusen, Erfte, Süderstapel

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Bergenhusen, Erfte, Süderstapel

Ungelesener Beitragvon Admin2025 » Fr 18. Dez 2015, 17:22

Auf der Homepage des Kirchenkreises SL-FL ist ein Beitrag zu lesen von Jürgen Plöhn, KGR Bergenhusen

mit der Überschrift:

Kirche in Stapelholm auf dem gemeinsamen Weg

"Die drei Kirchengemeinden Erfde, Bergenhusen und Süderstapel hatten gestern (8.12.2015) zur ersten gemeinsamen Gemeindeversammlung ins Gemeindehaus Süderstapel eingeladen - und trotz einer Parallelveranstaltung waren dieser Einladung mehr als 60 Gäste gefolgt. Das Thema: Die Zukunft der drei Kirchengemeinden.

Anlässe für die Gemeindeversammlung gab es gleich mehrere: Zum einen verlässt Pastorin Kerstin Jakobi am 15.1.2016 die Kirchengemeinde Süderstapel, um künftig als Seelsorgerin der Fachklinik Schleswig tätig zu werden, so dass nunmehr zwei Pastoren (Martin Baltzer und Anke Stolte-Edel) zuständig sind. Zum anderen ist im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg ein Diskussionsprozess im Gang, wie das kirchliche Leben im gesamten Kreisgebiet künftig organisiert wird, wenn die Bevölkerung auf dem Land geringer wird, weniger Mittel zur Verfügung stehen und gleichzeitig auch weniger Pastoren-Nachwuchs. "Wir dürfen es nicht dem Zufall überlassen, wo künftig Pastoren sein werden und wo nicht", sagte Pröpstin Johanna Lenz-Aude, "sondern müssen langfristig planen, um die Versorgung in der Fläche sicher zu stellen."
Weiter führte sie während der Gemeindeversammlung aus, dass der Kirchenkreisrat empfiehlt, so genannten "gemeindlichen Handlungsräumen" zu bilden, in denen die Zusammenarbeit in größeren Einheiten mit mindestens 5.000 Gemeindegliedern verbindlich gestaltet werden soll. Pro Handlungsraum stünden dann zwei Pastoren zur Verfügung. Ob dieses Modell wirklich umgesetzt werden soll, entscheidet die Kirchenkreissynode im nächsten Februar.

Die Region Stapelholm zählte im Jahr 2014 genau 5.034 Gemeindemitglieder, so dass die drei Kirchengemeinderäte bei ihrer letzten Klausurtagung überlegt haben, ob und wie das Leben als "gemeindlicher Handlungsraum" mit zwei Pastoren gestaltet werden kann - Aufbruchstimmung zur Zusammenarbeit, vielleicht auch später zu einer Fusion. Aus einer anfänglichen Arbeitsgemeinschaft Handlungsraum ist inzwischen ein Leitungsgremium geworden: „Leitungsrunde KIS“ (Kirche in Stapelholm) mit jeweils drei Vertretern aus jeder Kirchengemeinde, die verantwortlich und mit Entscheidungsbefugnis die übergreifenden Belange planen. Es ist bereits eingesetzt und wird sich im neuen Jahr zum ersten Mal treffen. "Wir wollen modellhaft ausprobieren, nicht mehr von den Orten her zu denken, sondern Kirche gemeinsam für Stapelholm zu gestalten", erklärte Pastorin Anke Stolte-Edel, die zusammen mit Pastor Martin Baltzer ausführte, wie das im Jahr 2016 konkret gehen soll. So sollen "an normalen Sonntagen" die Gottesdienste abwechselnd in Erfde, Bergenhusen und Süderstapel stattfinden, was zu einer Entlastung der Pastoren führt, weil sie nur noch alle 14 Tage einen Gottesdienst vorzubereiten haben. Am Volkstrauertag, am Totensonntag, zu Ostern und zu Weihnachten werden Gottesdienste in allen drei Gemeinden gefeiert, dann zum Teil mit veränderten Zeiten.
Auch Taufen, Trauungen und goldene Hochzeiten finden weiterhin in allen drei Kirchen statt, genauso wie der Konfirmandenunterricht. Eine Konfi-Fahrt wird für alle zusammen organisiert, genauso die Kinderbibeltage. Pastorin Stolte-Edel wird künftig die Flüchtlingsbetreuung übernehmen, außerdem wird sie zuständig sein für das Altenheim in Erfte. Pastor Baltzer übernimmt die Begleitung des ambulanten Hospizdienstes und der Altenheime in Drage und Norderstapel. Gespart werden muss künftig an den Geburtstagsbesuchen. Hier können die Pastoren nicht mehr automatisch vor der Tür stehen, um zu gratulieren, sondern nur auf Einladung.

Knifflig war die Verteilung der Beerdigungen unter den Beiden, weil diese in der Regel kurzfristig zu organisieren sind. Der Plan: Bei Beerdigungen wechseln sich die beiden Pastoren - ganz unabhängig vom Ort - ab. Dies sorgte zum Teil für Unmut bei den Gästen, war es ihnen doch wichtig, den Seelsorger selbst zu wählen bzw. in einem Sterbefall den langjährigen Seelsorge-Begleiter an der Seite zu wissen. Weitere Fragen aus der Runde der Gäste: "Was passiert, wenn einer der Pastoren krank wird?" "Wie können zwei Pastoren das alles schaffen?" oder "wie praktikabel ist es, wenn man für den Gottesdienst plötzlich 15 km zurücklegen muss?" Diese Themen werden bald auf der Tagesordnung des neuen gemeinsamen Leitungsgremiums KISS stehen. Derzeit gelte es, auszuprobieren und auf einer nächsten Gemeindeversammlung Ende 2016 kritisch Bilanz zu ziehen. "Bitte begleiten Sie uns hoffnungsvoll und wohlwollend, aber auch kritisch und geben Sie Rückmeldungen", ermutigte Pastor Baltzer die Gemeindemitglieder, "und lassen Sie uns diesen Prozess gemeinsam gestalten." "

Quelle: http://kirchenkreis-schleswig-flensburg.de/kg.bergenhusen/one.news/index.html?entry=page.news.kg.1121270010.e.4
Bild Römerbrief 1,16 . . Bild admin@kirche2025.de . . Bild notfalls: 0172-4166183

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